Internet killed the Television-Star?
In den USA sind Breitbandprogramme der Fernsehanstalten schon längst Standard. Auch in Deutschland zeichnen sich Entwicklungen hin zu einer Verbreitung des Fernsehens über neue Kanäle ab. Angefangen beim IPTV der Telekom bis hin zu Internet-Plattformen mit Senderbeteiligung wie Clipfish, Maxdome oder MyVideo. Jenseits von Kabel, Satellit und Antenne gibt es eine Vielzahl von Programmangeboten.
Im März 2008 ging Hulu.com offiziell „onAir“ – ein legales, kostenloses Fernsehangebot im Netz. Gezeigt werden mehr als 250 TV-Shows und 100 Filme, von Fox, NBC und Universal. Und stetig kommen neue Partner hinzu. Finanziert wird das alles über Werbeunterbrechungen, die bisher noch deutlich kürzer sind als im US-Fernsehen.
Wir Europäer haben davon allerdings nicht viel – die Website bzw. der Stream ist für uns blockiert. Es hat sich also kaum etwas geändert: In den USA verlagert sich das Fernsehen zunehmend ins Web, in Deutschland passiert bislang nur sehr wenig. Doch warum ist es hierzulande so schwierig? Hulu.com zeigt doch, dass es funktionieren kann.
Das Konzept geht auf. Anfänglich lagen die Lizenzrechte für die Inhalte bei den Hulu-Betreibern NBC Universal und News Corp. Inzwischen ist Hulu aber so populär, dass auch andere Networks Inhalte zur Verfügung stellen. Rund 50 TV-Stationen sind mittlerweile vertreten.
In Deutschland sieht die Sache allerdings etwas anders aus. Zwar bieten T-Online oder Maxdome Filme über das Internet an, teilweise auch in HD-Auflösung, aber sie lassen sich das Ganze gut bezahlen – da ist die Videothek um die Ecke meist billiger. Kostenpflichtig sind sowohl Archiv- als auch „Vorab-Videos“, die Einzelfolge „CSI: New York“ kostet bei RTLnow 1,99 Euro. Ausschließlich kostenlose Inhalte findet man bisher nur in der ARD- und ZDF-Mediathek. Angeboten werden vor allem Eigenproduktionen. Nur dürfte beispielsweise der „Tatort“ für die meisten Web-Nutzer weniger attraktiv sein als eine populäre US-Serie, wie „CSI: New York“.
Auch Privatsender wie ProSieben, RTL oder Vox bieten über ihre Web- Seiten kostenlos Folgen von Eigen- und Fremdproduktionen an. Sie versuchen das Internet gezielt zu nutzen, indem z.B. verpasste Sendungen nachgeholt werden können. Außerdem werden solche Plattformen für Promo-Zwecke genutzt, indem Erstausstrahlung im Internet gezeigt werden und so als Appetizer für den kommerziellen Teil des Angebots dienen.
Ein bisschen Bewegung zeigt sich also schon in Deutschland, doch wirkliche Hits sind das nicht. Das liegt wohl daran, dass Filme „on demand“ noch am Ende der Verwertungskette stehen. Ein Film wird erst im Stream gezeigt, wenn er schon alles Geld eingespielt hat.
Die TV-Landschaft bemüht sich zwar neue Möglichkeiten im Internet zu finden, dennoch ist klar: bis jetzt hat sich noch keine klare Vorgehensweise der Medienunternehmen herausgebildet. Auch wenn sich CNN-Manager David Payne im SPIEGEL ONLINE-Interview sicher ist: „Fernsehen wird nicht verschwinden; es wird eine Zusammenführung von Inhalten geben“, wird der TV-Werbemarkt schrumpfen und der Zuschauer wird seinen TV-Konsum ins Netz verlagern.
Felix Donath, 11. Januar 2009
Quellen:
spiegel.de
meetinx.de
focus.de
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Der Traum vom Online sein – jederzeit und überall
2009 ist das 10-jährige Jubiläum der mobilen Webnutzung per Handy. Auf dem Weg vom noch unausgereiften Start 1999 gab es einige Probleme, Lösungsversuche und Entwicklungen bis zu den neusten Innovationen.
Heutzutage werben immer mehr Handy-Anbieter für neue Modelle, die das Surfen zu jeder Zeit und fast jedem Ort ermöglichen sollen. Gleichzeitig werden massenhaft dazugehörige Flatrates angeboten, bei denen ein Anbieter den Anderen versucht zu übertrumpfen. Doch diese Selbstverständlichkeit ist nur ein weiterer Beweis für die schnelllebige Medienwelt mit der der Endverbraucher im 21. Jahrhundert konfrontiert wird. Gerade mal 10 Jahre ist es her, dass das Pioniermodell „WAP“ (das sogenannte Wireless Application Protocol ) auf der Cebit vom 18.-26. März vorgestellt wurde. Dies ist eine Kombination aus Techniken und Protokollen, welche Internetinhalte für die langsameren Datenraten, die längeren Antwortzeiten und die kleineren Displays im Mobilfunk verfügbar macht. Der genutzte Datenübertragungsdienst nannte sich GSM (Global System for Mobile Communications) und erreichte gerade mal 9,6 kbit/s. Zu dieser Zeit waren die auf dem Handy dargestellten Websites, bedingt durch begrenzte technische Möglichkeiten beim Display, jedoch noch schwarz/weiß, sehr schlicht gehalten und von schlechter Auflösung. Gleichzeitig wurde in Japan das konkurrierende i-mode Modell vorgestellt, welches bereits, im Gegensatz zu WAP, farbige Grafiken anbot. Diese hauptsächlich im asiatischen Raum verbreitete Version wurde erst 2002 von E-Plus in Deutschland aufgegriffen und vermarktet. Aber schon 2006 wurde es wieder eingestellt, da man sich auf das bereits stärker verbreitete WAP-Modell als Standart für Deutschland einigte. Bedeutendster Manko war aber immer noch die geringe Übertragungsgeschwindigkeit und damit oft unzumutbare, verbindungsdauerbezogene Kosten für den Kunden. Dieses Problem wurde im Jahre 2000 mit der Einführung des Übertragungsdienstes GRPS (dem General Packet Radio Service) in Angriff genommen, welches im Vergleich zu seinem Vorgänger eine fünffach höhere Übertragungsgeschwindigkeit erreicht, was einem damaligen 56-kbit/s- Standard-Internet-Modem entsprach. Kurz darauf wurden auch die ersten dafür geeigneten Handys auf den Markt gebracht, wie das 6310 von Nokia oder das SGH-Q100 von Samsung. Was der Käufer zu dem Zeitpunkt nicht wusste war, dass parallel die Lizenzen für UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), der Weiterentwicklung von GPRS, für 100 Milliarden Mark versteigert wurden und somit zeitgleich schon der Weg für die 3. Mobilfunk Generation geebnet wurde. 2003 wurde dann das farbliche WAP 2.0 angeboten, was Websites dann wirklich farblich auf dem Handy darstellte. Der 3G UMTS-Standard (wegen der 3. Generation der Datenübertragungsdienste) wurde 2004 eingeführt und erreicht Geschwindigkeiten von ca. 384 kbit/s. Und wieder zogen u.a. Nokia und Samsung nach mit dem N-7600 und dem SGH-Z105, welche als Endgeräte UMTS nutzen konnten. Die neusten Errungenschaften sind die Übertragungsverfahren HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) mit bis zu 13,98 mbit/s und HSPA+ (High Speed Packet Access Plus), der Weiterentwicklung mit bis zu 28 mbit/s, welche beide aber im Gegensatz zu GRPS und UMTS nicht überall, sondern nur in Ballungszentren oder Großstädten nutzbar sind. Absehbar ist jedoch, dass auch diese Modelle in einigen Jahren der Standard in Deutschland sein werden und somit ein Surfen im Internet mit Geschwindigkeiten wie über einen stationären Internetanschluss möglich sein wird. Verarbeiten oder nutzen können solche Dienste allerdings nur die neueren Handys, vor allem aber auch Smartphones wie das iphone 3g von Apple, das Blackberry Storm von Vodafone, oder das G1 von T-Mobile.
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Mario Kießling, 07. Januar 2009
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Quellen:
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Print:
Gelin, Rene: Mit dem Handy ins Internet, Düsseldorf 40223
Rosenbauer, Roland: Tessloffs Lexikon Multimedia, Internet, Computer, Handy & Co, Nürnberg 90419
Theml, Robert: Wireless Markup Language, Norderstedt 22848
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Personell:
Studenten des Studienganges Wirtschaftsinformatik der FH Mittweida
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Web:
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VideoOnDemand in die Filmförderung aufgenommen
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VideoOnDemand ist in aller Munde. Was auf den ersten Blick innovativ aussieht, hat auch tieferen Einfluss auf die Finanzierung von Kinofilmen. Das neue Filmförderungsgesetz versucht VoD in das bisherige System miteinzubeziehen.
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Mit dem Feldzug der Digitaltechnik hat sich auch beim Kino-Film einiges getan. Aufwendige Computeranimationen und gute Bildqualität am Flachbildschirm sind die Errungenschaften, die jeder kennt. Video-Kassetten kauft keiner mehr, die DVD steht bereits im Konflikt mit hochauflösenderen Formaten wie Blu-ray Disc und es sind zahlreiche alternative Formen der Auswertung entstanden. All diese Auswertungsmodelle und Fernsehen bringen das eigentliche Geld, denn das Box-Office, also der reine Ticketerlös an der Kinokasse, dient nur noch zur Refinanzierung von Produktion und Filmkopien. Eine von diesen neuen Verwertungsformen ist VideoOnDemand (VoD). Übersetzt „Video auf Abruf“, so heißt die neue Wunderwaffe, die es möglich macht, einen Film gegen eine kleine Gebühr jederzeit anzusehen. Was auf den ersten Blick für den Konsumenten sehr innovativ ist, bringt aber durchaus Probleme mit sich. Eine Branche, die jahrelang nach festen Abläufen funktioniert hat, steht vor einer großen Herausforderung. Die Industrie darf trotz technischer Möglichkeiten die Kinobesucher, Film-Freunde und Konsumenten und deren Nutzerverhalten nicht aus den Augen verlieren. Denn eines gilt als sicher: Der Zuschauer entscheidet auch in Zukunft über den Erfolg von Filmen. Er bestimmt, was er sich wo, wie, wann und für wie viel Geld anschaut. Es klingt bitter, ist aber so: Kunst hin oder her – ohne Geld für den Produzenten gibt es keinen guten Kinofilm.
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Vergleicht man Hollywoodfilme mit deutschen Kinoproduktionen, stechen die Unterschiede bei der Finanzierung ins Auge. Während in den USA Filme durch große Studios finanziert, produziert, verliehen und vertrieben werden, ist der Markt in Deutschland kleiner aufgestellt. Produktionsfirmen bestehen oft aus nicht mehr als 5 Mitarbeitern. Produktion, Verleih und Vertrieb sind auf getrennte Unternehmen aufgeteilt. Das vergleichsweise niedrige Budget eines durchschnittlichen deutschen Kinofilmes liegt bei 3-5 Mio Euro. Dieses Geld muss vom Produzenten mühsam gesammelt werden – in der Hoffnung, dass die Rechnung am Ende aufgeht und sich der Film refinanziert. Neben der fast immer genutzten Möglichkeit der Koproduktion mit einem TV-Sender, stehen dem Produzenten auch eine Vielzahl von finanziellen Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Die größte und wirtschaftlich gesehen wichtigste ist die Filmförderanstalt, kurz FFA. Als Bundesanstalt des öffentlichen Rechts hat sie laut Gesetzestext unter anderem die Aufgabe, „Maßnahmen zur Förderung des deutschen Films und zur Verbesserung der Struktur der deutschen Filmwirtschaft durchzuführen.“ Gesetzliche Grundlage dafür ist das Filmförderungsgesetz (FFG).
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Die FFA fördert in verschiedenen Formen. Das Fördervolumen für alle Bereiche im Jahr 2008 lag bei 76 Mio €. Neben der Förderung der Filmherstellung wird auch der Vertrieb und Absatz gefördert. Die Filmtheaterförderung beispielsweise ermöglicht Kinobetreibern einen Förderbetrag zum Betrieb, Modernisierung und Erhalt ihres Kinos in Anspruch zu nehmen. Die Betreiber müssen jedoch als Gegenleistung wiederum eine sogenannte „Filmabgabe“ an die FFA zahlen. Nach diesem Prinzip finanziert sich die FFA. Die Filmabgabe ist eine wirtschaftsverwaltungsrechtliche Ausgleichsabgabe, die als Selbsthilfemaßnahme der Film- und Videowirtschaft ausgestaltet ist. Geld fließt vom Kino zu den Produzenten. Die FFA bezieht keinerlei Steuermittel. Im Film- Fernseh-Abkommen ist der freiwillige Beitrag der öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehanstalten zur Förderung geregelt. Fernsehanstalten erbringen demnach Medialeistungen, d.h. Sie stellen Werbezeit für Kinofilme zur Verfügung.
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Eine wichtige Änderung ist die Einbeziehung einer bislang ignorierten Nutzergruppe und auch Anbietergruppe, den Videoprogrammanbieter, also denVoD-Plattformen. Sie erhalten nun Fördermittel, müssen jedoch auchFilmabgaben zahlen. Damit wird VoD grundsätzlich das erste Mal vom Gesetzgeber akzeptiert. Somit ist VoD grundsätzlich in der Auswertungskette anerkannt.
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Noch ist es schwer abzuschätzen, ob sich VoD als Filmplattform am Markt und vor allem beim Nutzer wirklich durchsetzen kann. Im Bezug auf die Rechteverteilung für VoD, ist die Position der Produzenten im neuen FFG gestärkt worden. Die Aufteilung der Rechte für VoD-Auswertung erfolgt bei geförderten TV-Koproduktionen ab sofort „fair“ und unter bestimmten Bedingungen für Produzent und beteiligten TV-Sender. Es ist anzumerken, dass eine Kinofilmproduktion ohne Fernsehsender als Ko-Produzent in Deutschland finanziell kaum möglich ist. Für den Produzenten ist es lukrativer, die Verwertungsrecht für die verschiedenen Auswertungsstufen einzeln zu verkaufen, als wenn er alle Rechte in einem Bündel an einen Käufer abgibt. Es soll dem Produzenten von nun an die Möglichkeit gegeben werden, die Chancen, die der im Entstehen begriffene Pay-VoD-Markt bietet, künftig nutzen zu können. Electronic-Sell-Through- sowie Download-to-Own-Rechte verbleiben grundsätzlich beim Produzenten, werden also nicht automatisch mit verkauft. Diese Rechte erlauben den anschließenden Download eines Filmes, der online angesehen wurde. Pay-VoD-Rechte (kostenpflichtiger Abruf, also VoD im eigentlichen Sinne) werden grundsätzlich nur nicht-exklusiv verkauft, und auch nur unter der Vorraussetzung, dass sich der TV-Sender substantiell an der Filmproduktion beteiligt. Diese Beteiligung stellt für den Produzenten ein weiteres Mittel zur Schließung der Finanzierung im Vorhinein; außerdem kann er die Pay-VoD-Rechte aufgrund der nicht-Exklusivität noch an einen anderen Anbieter verkaufen. Mit dem Erwerb der Free-TV Rechte, erhält der Sender gleichzeitig die ree-VoD-Rechte, die ihm erlauben, den Film 7 Tage lang nach Erstausstrahlung kostenfrei in seiner Mediathek zur Verfügung zu stellen.
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Diese Regelung wird von Produzenten nicht uneingeschränkt positiv bewertet. „Dieser Kompromiss muss sich nun in der wirtschaftlichen Realität beweisen. Wir werden sehr sorgfältig beobachten, ob die getroffenen Regelungen ausreichen, einen eigenständigen Verwertungsmarkt entstehen zu lassen, der den Produzenten und damit auch den Förderern die eigenständige Verwertung ihrer Filme im Onlinemarkt und somit auch zusätzliche Rückflüsse für die Förderer ermöglicht.“, so Dr. Christoph Palmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen. Eine weitere wichtige Änderung für Produzenten von geförderten Kinofilmen ist die Verkürzung der Sperrfristen. Sperrfristen bezeichnen einen Zeitraum nach Erstaufführung eines Kinofilms, in dem der Film nicht in weiteren Medien ausgewertete werden darf, also gezeigt, verkauft oder verliehen werden darf. Diese Sperrfristen dienen dem Bestandsschutz der einzelnen – Auswertungsstufen. Es wird dadurch verhindert, dass ein Film nach bereits wenigen Monaten seinen kompletten wirtschaftlichen Wert verloren hat, da er zu schnell in verschiedenen Formen zu sehen ist. Außerdem werden auch Kinos und Videotheken geschützt, da ihnen durch die Sperrfristen ein gewisser Geschäftszeitraum zugesichert wird. Wären keine Sperrfristen vorhanden, würde die Auswertung nach rein subjektivem und wirtschaftlichem Ermessen des Verleihs abgewickelt werden, sodass sich die verschiedenen Auswertungsstufen gegenseitig hinderlich wären und das ganze System der Branche ins Ungleichgewicht gerät. Mit der Verkürzung der Sperrfristen, wird den Veränderungen im Nutzerverhalten der Zuschauer Rechnung getragen. Die VoD-Sperrfirst wurde von 12 auf 9 Monate herabgesetzt, jedoch ist eine Verkürzung auf 6 Monate bei Zustimmung des betroffenen Programmanbieters möglich. Free-TV wurde von 24 auf 18 Monate, Pay-TV von 18 auf 12 Monate herabgesetzt. DVDs und Videos dürfen in der Regel weiterhin nach 6 Monaten erscheinen – auch hier sind Sondervereinbarungen möglich. Diese Regelung hätten Produzenten gerne etwas flexibler gestaltet. Jedoch würde eine Verkürzung der Videosperrfrist auf 4 Monate auch Einfluss auf die Kinos haben, da der Zeitraum zwischen Kinostart und DVD sehr klein ist. Das würde sich auch an den Zuschauerzahlen bemerkbar machen. Ein Vorteil jedoch wäre, das der Zeitraum zwischen DVD-Veröffentlichung und VoD-Start größer ist, was auf höhere Aufrufzahlen bei VoD hoffen lässt. Noch gilt Kino als starke Auswertungsform, vor allem aber auch als Kulturstätte, die es aus Sicht von allen Beteiligten zu schützen gilt. HDTV, Blu-ray Disc oder Internet – eine strikte Veränderung der ursprünglichen Form des „Filmeschauens“ wird wohl noch einige Zeit auf sich warten lassen, da es für die Branche zu teuer ist, es im Moment noch zu gute Erfolgszahlen gibt. Mit Spannung bleibt aber abzuwarten, ob und wie sich momentane Nebenschauplätze wie VoD in den Mittelpunkt drängen.
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Markus Mayr, 12. Januar 2009
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Quellen:
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Literatur: Hahn, Anke; Schierse, Anna: Filmverleih. In: Giesen, Rolf (Hg.): Praxis Film. Bd 15. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH 2004. Jacobshagen, Patrick: Filmbusiness. Filme erfolgreich finanzieren, budgetieren und auswerten. Bergkrichen: PPVMEDIEN GmbH 2008. Wendling, Eckhard: Filmproduktion. Eine Einführung in die Produktiosnleitung. In: Praxis Film. Bd 46. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbH 2008.
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Internet:
.„Kommt raus! Nutzt die Möglichkeiten!“
Der QR-Code stammt ursprünglich aus Japan, doch seine Anwendung verbreitet sich nun auch in Deutschland, wie in den Medien, in Bereichen der Kunst und im alltäglichen Leben. Hinter seinem unverwechselbaren, einzigartigen Aussehen verbergen sich Informationen der medialen Welt.

QR steht für quick response, zu Deutsch ‚schnelle Antwort’. Der Code ist ein 2D-Code aus einem schwarz-weißen Raster. Er dient zum schnellen Abscannen von Informationen. Das Lesen der Codes ermöglichen ein internetfähiges Handy mit integrierter Kamera und eine spezielle Software. Nach dem Fotografieren des Codes leitet die Software den Nutzer direkt zur Website, ohne Eintippen der URL. Die Nutzung des Codes ist gratis, das Web-Angebot kann jedoch kostenpflichtig sein. Auf der Website http://qrcode.kaywa.com kann jeder für seine Website seinen eigenen QR-Code generieren.
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Codes in der Presse
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Zunächst kennzeichneten die QR-Codes ab 1994 Produktionselemente in der japanischen Autoindustrie. In Deutschland setzt seit 2007 auch die Tageszeitung WELT KOMPAKT solche Codes ein, um auf Zusatzinformationen zum gedruckten Artikel zu verweisen. „Zurzeit sind QR-Codes die einfachste Möglichkeit, Zeitung und mobiles Internet zu verknüpfen.“, konstatiert Frank Schmiechen, der stellvertretende Chefredakteur der WELT KOMPAKT. Zu Videos, MP3s oder weiteren Informationen zum Text gelangt der Leser mit einem Klick auf dem Handy. Die erfolgreichsten Codes scannen WELT KOMPAKT-Leser über 1 000 Mal. Der Druck im konkurrierenden Zeitungsgeschäft ist hoch und fordert daher Innovationen. „Ich glaube, dass am Ende die Zeitung, die sich am engsten mit dem Internet verknüpft, die besten Chancen hat zu überleben“, äußert Schmiechen gegenüber movingmedia. „Bis jetzt ziehen sich viele Zeitungen oft in ihre dunkle Printhöhle zurück. Kommt raus! Nutzt die Möglichkeiten!“, so Schmiechen.
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Pixelige QR-Kunst
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Nicht nur für Medienleute wie Frank Schmiechen haben „QR-Codes eine ganz eigenständige Ästhetik, die sie sofort wiedererkennbar macht“, auch Künstler wie Frank Haase beziehen multimediale Elemente in ihre Werke ein. Haase malt Bilder mit QR-Code Motiven. Mit ihnen kann er auf bewegte Bilder verweisen und eine Dreidimensionalität darstellen. movingmedia gegenüber erklärt er: „Das Bild, was an der Wand hängt, ist eigentlich nur noch ein schmückender Eingangsrahmen in eine weitere Bildebene.“ Diese Ebene steht im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Werk und bildet somit eine Komponente des Gesamtkunstwerks. „Sie können auch auf eine spezielle Homepage verweisen und auf dieser Homepage, dann weiter die Geschichte fortführen, die das Bild beginnt zu erzählen.“, fügt Haase hinzu. Seine Kunstwerke mit QR-Code-Motiven führen zu Audiodateien, Filmen, Animationen, weiteren Bildern oder zu Gedichten. Um die vollkommene Wirkung der Verbindung von Kunst, Handy und Internet darzustellen, installieren Frank Haase und sein Team 2010 in der Landesgartenschau in Hemer 25 QR-Werke im Freien.
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Verschlüsselte Informationen
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Neben Künstlern wenden auch Unternehmen die Codes an. Das Online-Ticket mit 2D-Code setzt die Deutschen Bahn bereits seit 2005 ein. Da stetig mehr Kunden das Internet benutzen, sollte das Online-Ticket schnell erfassbar sein. Mit Einführung des Aztec Codes, sind die Tickets schnell und von allen Seiten lesbar. Oft werden sie „als DB Handyticket gebucht, bei dem die Kunden eine MMS mit allen relevanten Buchungsinformationen und dem Barcode erhalten“, so Mathias Hüske, Leiter des Online- und Agenturvertriebs der DB Vertrieb GmbH.
Auch die Deutsche Post arbeitet mit 2D-Codes, den Datamatrixcodes. Sie dienen zur Frankierung und enthalten interne Informationen, wie Sendungs- und Freimachungsart oder Porto für die korrekte Bearbeitung und die Entgeltsicherung.
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Zukunft: Weltweite Vernetzung
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Um QR-Codes zu lesen, ist eine Software erforderlich. Solch einen ‚Reader’ entwickelte unter anderem die Kaywa AG. Roger Fischer, Geschäftsführer des Unternehmens äußert gegenüber movingmedia: „Die Verbindung von dem realen Raum, mit dem virtuellen, das ist eigentlich das Geniale daran und dass, wenn ich einen QR-Code scanne, ich einfach dorthin komme, wo ich hin will. Ich muss nicht eine Website eintippen.“ Weltweit kommen 2D-Codes beim E-Learning, bei Busstationen zur Fahrplanauskunft und auf Visitenkarten zum Einsatz. Fischer hat die Idee von einem umfassend vernetzten Ort-Personen-System: „Wir machen ein Projekt das heißt DokoDare, was soviel heißt wie „Wo Wer.“ Dem Konzept nach sollen auch Orte Codes enthalten, um dem Anwender zusätzliche Informationen zu dem Standort zu übermitteln.

Patricia Haueiß, 10. Januar 2009
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Quellen:
Interview mit Frank Schmiechen, stellvertretende Chefredakteur der WELT KOMPAKT
Interview mit Mathias Hüske, Leiter des Online- und Agenturvertriebs der DB Vertrieb GmbH
Interview mit Roger Fischer, Geschäftsführer der Kaywa AG
Interview mit Frank Haase, QR-Code-Künstler
ZDF-Mediathek – Sendungen – neues (3sat): Die Welt ist ein Code
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Internet:
itwissen.info
Bilder:
QR-Code_movingmedia.jpg
Aztec+Datamatrixcode_movingmedia.jpg
DRM – (un)nötiger Schutz der Medien?
Neue Diskussionen um das beliebte Thema DRM (Digital Rights Management) sind Entfacht, nach dem Apple auf DRM freie Titel im iTunes Store umstellt. Doch was bedeutet eigentlich DRM? Wie wird das Verfahren technisch umgesetzt? Worauf muss der Nutzer im Umgang mit kopiergeschützten Medien achten und wie stehen die Zukunftschancen des Kontrollorgans der digitalen Medien?
Unter allgemeinem Aufatmen stationierte nun auch Apple ein Exempel gegen den digitalen Kopierschutz. So können bis April die Musikbegeisterten im iTunesStore alle Titel DRM frei erwerben. Möglich wird dies durch eine Einigung zwischen Apple und den drei Majors Sony, Universal und Warner auf ein flexibles Preismodell. Dies heißt für den Nutzer, dass er für einen Einzeltitel entweder 69 Cent, 99 Cent, oder 1,29 Cent investieren muss.
Digital Rights Management (DRM) bezeichnet Methoden, mit denen die Nutzung von digitalen Medien kontrolliert wird. Vereinfacht gesagt, DRM gibt vor, was der Nutzer mit digitalen Inhalten machen darf. Anwendung finden die Verfahren hauptsächlich bei digitalen Inhalten wie Filme oder Musik. Am gebräuchlichsten sind „Windows Media DRM“ von Microsoft, „FairPlay“ von Apple, und das „OMA DRM“ der Open Mobile Alliance. FairPlay findet besonders beim iPod und iPhone, sowie beim zugehörigem iTunes und dem iTunesStore Verwendung. Onlineshops wie Musicload und Napster verwenden in erster Linie das DRM von Microsoft. „OMA DRM“ enthält Spezifikationen von zum Beispiel Klingeltönen und Musik auf mobilen Endgeräten. Die Umsetzung erfolgt über eine Verschlüsselung des Inhaltes, das heißt die Musiktitel werden verschlüsselt und können nur durch die zugehörige Lizenz, welche den bestimmten Schlüssel und die Rechte enthält, entziffert werden. Erst nach dieser Decodierung, wird der Inhalt des Musiktitels an die Wiedergabe-Software weitergegeben und kann vom Nutzer angehört werden. Rechtlich gesehen, wurden solche Verfahren durch nationale Gesetze verschärft. Laut § 108b des Urheberrechtsgesetzes wird die Umgehung von wirksamen Schutzmechanismen mit einer Geldstrafe verurteilt oder sogar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Wichtig für den Nutzer und auch straffrei ist allerdings die Erstellung einer Sicherungskopie. „ Mit dem Computer eine analoge Kopie des DRM-geschützten Liedes zu erstellen ist erlaubt, weil dabei kein wirksamer Kopierschutz im Sinne des Urheberrechtsgesetzes umgangen wird“, gibt Anwalt Alexander Wachs in netzwelt.de zu verstehen.
Um die Vor- und Nachteile herrscht eine große Diskussion. Befürworter, in erster Linie aus dem Bereich der Inhalteanbieter, sehen die Kontrolle nötig zum Schutz des geistigen Eigentums der Künstler. Anderer Meinung dagegen ist Rodrigo Gonzáles, Bassist bei den Ärzten, laut Interview mit der Fachzeitschrift c’t: „Man versteckt sich gerne hinter den Musikern. Ich frage mich nur, ob jemals ein Musiker einen Cent gesehen hat wegen irgendwelcher Massenklagen oder der Abschaltung von irgendwelchen Portalen.“ Besonders problematisch für alle DRM-Gegner, meistens Verbraucher- und Datenschützer, ist die Einschränkung der Benutzerfreundlichkeit. So ist die Kompatibilität von Wiedergabegeräten und digitalem Inhalt für den Nutzer sehr begrenzt. Denn merklich jeder kocht sein eigenes Süppchen und es gibt keinen einheitlichen DRM-Standard. Des Weiteren sehen Kritiker den drohenden Verlust von gekauften Informationen, denn durch zum Beispiel Firmenübernahmen oder Insolvenzen ändert sich der Inhalteanbietermarkt. Gefahr für den Nutzer, so bald sich eine Software auf dem Computer ändert, können die gekauften Musiktitel verloren gehen.
Gonzáles sieht für den DRM in der Zukunft schwarz, sollte es weiterhin keine Veränderungen geben: „Ja natürlich, die fetten Jahre sind vorbei. Und das realisieren sie seit mittlerweile sieben Jahren, haben aber nie so richtig die Konsequenzen gezogen.“ In der Film- und Spielebranche sieht es dagegen ganz anders aus. Hier wird versucht das Rad neu zu erfinden und die nicht immer fehlerfreien Systeme schießen wie Pilze aus dem Boden. Den Nutzer mag es so lange egal sein, so lange alles so funktioniert. Schaltet jedoch ein Versorger den DRM-Server ab, gehen alle zugehörigen legal gekauften Informationen für den Nutzer verloren.
Mareike Fischer, 12. Januar 2009
Quellen:
www.heise.de
www.netzwelt.de
www.wikipedia.de
www.fscklog.com
www.tomshardware.com
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Rundfunk im Onlinemedium – „RADIO BOB!“ zeigt wie es geht.
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Der Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen. Die Onlinemedien laufen einen großen Schritt voraus. Oder gibt es doch eine Chance sie einzuholen oder sogar auf den Zug aufzuspringen?
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Ein eindrucksvolles Sendekonzept präsentiert uns der neue hessische Radiosender „RADIO BOB!“- Hessen RockŽn Pop.Dieser Sender versucht sich seit 5.August 2008 auf dem durchaus schwierigen Radiomarkt in Hessen zu etablieren. Der Senderneuling mit Sitz in Kassel, entstand aus einem Relaunch vom Vorgänger „Skyradio“, nachdem dieser keine Hörer mehr gewinnen konnte. Als sich dann die Berliner Radioholding „Regiocast“ eingeschaltet und den Mehrheitsanteil von der niederländischen Telegra Media Group gekauft hat entstand der neue Sender „RADIO BOB!“. Regiocast ist eine Berliner Beteiligungsgesellschaft und hat deutschlandweit etablierte Radioriesen unter Vertrag. Unter anderem „RADIO PSR“ aus Sachsen, „R.SH“ aus Schleswig-Holstein, „LandesWelle THÜRINGEN“ aus Thüringen und seit Anfang August nun auch „RADIO BOB!“ aus Hessen. Doch soll sich „BOB!“, deren Kernzielgruppe 29-45 Jährige Männer sind, deutlich von den Sendekollegen abheben. Für einen neuen Radiosender ist es zunächst schwierig sich einen festen Zuhörerstamm aufzubauen. Dies wird zusätzlich dadurch erschwert, dass der neue Sender auf 23 verschiedenen Frequenzen im Bundesland Hessen zu hören ist. Daher konzentriert sich „RADIO BOB!“ auf eine starke Internetpräsenz. Gezielt begann der Sender nur mit einem Weblog, in welchem das „BOB! -Team“ mit den Besuchern und Hörern interagiert. Morningshow Moderator Oliver Peral gefällt dieser direkte Hörerkontakt :“Als erfahrener Radiomoderator arbeite ich das erste Mal mit einer so konsequenten Einbeziehung des Onlinekanals. Ich hätte nicht gedacht, dass das so erfolgreich möglich ist. Ich möchte nicht mehr ohne Blog arbeiten“.„RADIO BOB!“ und das gesamte Team sind selbst überrascht wie gut dieses Konzept von den Hörern aufgenommen wurde. Bereits in der ersten Woche als der neue Hessische Sender on air ging verzeichnete der Weblog knapp 100.000 Zugriffe.
Und „RADIO BOB!“ geht noch einen Schritt weiter. Mit dem „Webinspector“ hat „RADIO BOB!“ eine neuartige Verschmelzung von Radio und Internet geschaffen. Die Hörer klinken sich in das Programm ein und können über den „Webinspector“ direkt ins Sendestudio gelangen. Durch diese Möglichkeit fühlt sich der Hörer mit seinen Wünschen ernst genommen. Nachdem „RADIO BOB!“ 100 Tage auf Sendung und die innovative Internetpräsenz des Radio Neulings gut angekommen war wurde diese ausgebaut. Tausende User hatten sich in externen Foren und Netzwerken zusammengetan um sich über Hessen RockŽn Pop auszutauschen. Daher ermöglichte der Sender für seine Fans eine eigene Plattform dafür. Tom Adams Geschäftsführer von „RADIO BOB!“ : „Wir hatten so viele Anfragen von Fans, die dann über den Weblog einfach von anderen Fans beantwortet wurden. Das geht jetzt noch direkter – ebenso wie die Präsentation der eigenen Bandvideos und Musikaufnahmen, die jeder jetzt der breiten Masse zur Verfügung stellen kann“. Dieser junge Sender beweißt, dass durchaus Rundfunk und Onlinemedien ein gutes Team sein können. Abzuwarten bleiben nun die mit Spannung erwarteten Hörerzahlen der AG.MA Ende April diesen Jahres. Die AG.MA ermittelt die Hörerzahlen und Reichweiten eines Radiosenders mittels Telefonabfragen in deutschen Haushalten.„Radio BOB“! wird nun beweißen, ob sie auch mittels ihres neuen Konzeptes eine feste Größe im hessischen Rundfunk geworden sind.
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Sandra Kluge, 12. Januar 2009
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Quellen:
Radioszene/das Insidermagazin für radiomacher
Pressemitteilungen von Radio BOB!
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Der arme Poet im Internet
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Webseiten für Hobbyliteraten boomen. Veröffentlichungen im Internet mit Möglichkeiten zum sofortigen Feedback sind im Moment stark im Kommen. Wer seine literarischen Werke bekannt machen möchte, stellt sie meist ins Internet. Welche anderen Möglichkeiten es gibt und was das Internet auch für Nachteile in diesem Fall haben kann, ist eher unbekannt.
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Das Bild „Der arme Poet“ von Carl Spitzweg ist auch heute noch aktuell, denn vielen Erstautoren wird das Geld von so genannten Zuschussverlagen aus der Tasche gezogen. Bei diesen muss der Autor für die Veröffentlichung seines Werks eine Beteiligung an den Herstellungskosten übernehmen. Diese Beteiligung beträgt meist zwischen 200 und 500 Euro für ungefähr 250 einfache Druckexemplare. In diesem Zuschuss sind dann oft aber weder Marketing noch Lektorat enthalten. Bekannt machen und vertreiben muss der Autor sein Buch also selbst. Andere Verlage gehen mit Risikobeteiligungen auf Geldfang: „Die dafür dem Verlag zur Verfügung stehenden Finanzmittel sind voll ausgeschöpft. Es wird daher voraussichtlich erforderlich sein, dass Sie einen Kostenzuschuss leisten oder von dritter Seite beschaffen.“, heißt es in der Risikobeteiligung des R.G. Fischer Verlags. Dafür wird dem Autor Lektorat, Werbung und Vertrieb versprochen. Allerdings wird die Höhe des Zuschusses nicht definiert. Da viele Erstautoren solche Summen nicht aufbringen können beziehungsweise wollen, gibt es zwei Alternativen: Books on demand ist eine davon. Bei Books on demand kann jeder sein literarisches Werk mit einem kostenlosen Programm auf der Website gestalten und dann per E-Mail absenden. Die günstigsten Druckvarianten gibt es ab 850 Euro.
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Da auch das viel Geld ist, wenden sich immer mehr Hobbyautoren den kostenlosen Internetplattformen zu. Diese sprießen in den unterschiedlichsten Formen in der Internetlandschaft hervor. Sie bieten den Hobbyliteraten die Möglichkeiten zur Veröffentlichung und Diskussion. Solche Foren haben viele Vorteile: Sie bieten die Möglichkeit sich selbst als Autor und seine Werke bekannt zu machen. Außerdem haben andere User die Gelegenheit Texte zu bewerten und zu kritisieren. So entsteht ein reger Austausch und ein Lektorat durch viele für die eingestellten Texte. Das kann dem Autor helfen sich weiter zu entwickeln und seine Texte zu verbessern. Die Website www.leselupe.de bietet zum Beispiel „Meinungsaustausch mit über 3500 Autoren“ und eine „kostenlose Schreibwerkstatt für Ihre Werke“. Dem Autor wird also eine breite Plattform zur Diskussion mit anderen Autoren gegeben.
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Leider hat die Internetpublizierung von literarischen Texten nicht nur Vorteile: Sobald ein Text im Internet erscheint, gilt er als veröffentlicht. Viele Literaturwettbewerbe, die gern von Autoren genutzt werden um bekannter zu werden, fordern aber in keiner Form und/oder Bearbeitung veröffentliche Texte. Auch Verlage veröffentlichen in der Regel nichts (bis auf Zuschussverlage), was schon im Internet zu lesen war. Für Hobbyliteraten ist das Internet ein Segen: Man kann seine Texte kostenfrei zur Diskussion stellen und sich als Autor weiterentwickeln. Aber das Internet könnte ambitionierten Autoren auch den Weg zu anderen Veröffentlichungsarten verbauen.
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Anett Linke, 12. Januar 2009
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Quellen: