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Was taugen Digitale Bibliotheken? Ein Test. (Franziska Böhler)
Januar 13, 2009, 10:59
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Was taugen Digitale Bibliotheken? Ein Test.

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Kennen Sie das auch? In der Bibliothek überlegen Sie sich dreimal, ob sie den interessanten aber schweren Wälzer wirklich mitschleppen wollen. Und immer wenn Sie gerade mal vorbeischauen ist das Magazin, das Sie lesen wollen schon ausgeliehen oder bis zur Unkenntlichkeit zerfleddert. Aber inzwischen gibt es schon einige Bibliotheken, bei denen man Medien online leihen kann. Doch was taugt das neue System und wie sieht das Angebot eigentlich aus? Wir haben den Test gemacht.


Zumeist verwenden Online-Bibliotheken das „Onleihe“-System, entwickelt von der DiviBib GmbH, die sich als „Partner der Bibliotheken und Verläge auf dem Weg ins digitale Zeitalter“ versteht. Auf www.bibliothek-digital.net gibt es eine Deutschland-Karte in der alle bisher entstandenen und entstehenden Online-Bibliotheken verzeichnet sind. Beispielhaft haben wir die Stadtbibliothek Würzburg gewählt, sie war eine der ersten „Onleihe-Bibliotheken“.

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Anmelden kann sich jeder vorerst kostenlos mit einem Schnupperaccount. In Video-Tutorials wird das Ausleihen und Zurückgeben sehr gut erklärt. Auch bei der Übersichtlichkeit kann „Onleihe“ punkten. Ganz im Web-2.0-Style gibt es eine Bewertungsmöglichkeit für jeden Titel und man bekommt Vorschläge à la „Nutzer, die diesesen Titel ausgeliehen haben liehen auch folgende Titel:“. Insgesamt fühlt man sich fast ein bisschen wie im Amazon-Shop.

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Wenn man etwas ausleihen will, werden die gewünschten Titel heruntergeladen. Bücher gibt’s als PDF und Videos und Audiotitel als wma Zurückgeben muss man die Medien übrigens nicht. Das passiert ganz von alleine, denn die Nutzungsrechte erlöschen automatisch nach der Ausleihfrist.

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Die Vorteile der Online-Bibliothek liegen klar auf der Hand: Jeder hat Zugriff auf alle Medien, man rennt nicht mehr mit dem Arm voller Bücher von Regal zu Regal. Man kann nicht mal mehr die Ausleihfrist vergessen. Und dann ist es auch noch 100%ig legal.

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Im Test zeigte sich dann jedoch, dass „Onleihe“ nur mit dem Windows Media Player und Adobe Digital Editions funktioniert. Schade für alle, die lieber alternative Player oder PDF-Reader nutzen. Ausserdem sind die ausleihbaren Titel nicht unbedingt attraktiv für junge Leute: im Bereich Musik beispielsweise steht fast ausschließlich Klassik zum Ausleihen bereit.

Positiv ist, dass man viele Titel auch auf tragbare Geräte laden kann und die neuesten Ausgaben von Spiegel und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zur Verfügung stehen.

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Fazit: die „Onleihe-Bibliothek“ von Würzburg muss auf jeden Fall noch mit guten Inhalten gefüllt werden, um allen Nutzern gerecht zu werden. Sonst hat man sich schon nach wenigen Stunden durch den ganzen Medienpool gearbeitet. Für Menschen aus ländlichen Regionen bietet „Onleihe“ eine sehr gute Alternative zum Bücher-Bus, von den Vorteilen für Behinderte ganz zu schweigen. Insgesamt ist „Onleihe“ eine gute Idee an der aber noch viel gebastelt werden muss.

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Franziska Böhler, 11.  Januar 2009

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Quellen

bibliothek-digital.de

spiegel-online.de

wikipedia.de

divibib.com

stadtbuecherei-wuerzburg.de



Abendprogramm Youtube (Jan Holubek)
Januar 12, 2009, 20:18
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Abendprogramm Youtube

Dschungelcamp, Die Hit Giganten und Kocharena … Nichts dabei für Sie im Fernsehprogramm? Dann veranstalten Sie doch einen „Youtube-Abend“: Jeder stellt die lustigsten, unterhaltsamsten oder skurrilsten Videos vor, die er auf der allseits bekannten Online-Videoplattform kennt. Aber nein, nicht auf dem kleinen Computermonitor – auf dem Fernseher!

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„Cinematic Internet “ nennt Yahoo seine neue Technologie, die vergangene Woche im Rahmen der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellt wurde. Dafür ist der kalifornische Konzern Kooperationen mit Chip-Konzern Intel und namenhaften Elektronikherstellern wie Samsung, Sony und LG Electronics eingegangen. Einen ausreichend schnellen Internetanschluss vorausgesetzt, soll die auf den Geräten laufende „Yahoo Widget Engine“ ausgewählte Dienste wie Nachrichten, Wetter, Videoangebote oder Aktienkurse direkt auf den TV-Bildschirm bringen. Auch für die verschiedenen Inhalte hat sich Yahoo bereits zahlreiche bekannte Partner ins Boot geholt, so unter anderem eBay, MySpace, Flickr, Amazon, Netflix, CBS und Twitter. Samsung konnte auf der CES bereits erste Flachbildschirm-HDTV-Modelle präsentierten, die zeigten, wie die angebotenen Dienste dezent neben dem weiterlaufenden TV-Programm eingeblendet werden. Der Verkauf auf dem US-Markt soll laut Yahoo schon im Frühjahr 2009 beginnen, ein paar Monate später ist auch in Europa Marktstart.

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Bereits vor einem Jahr stellte Panasonic auf der CES 2008 Fernsehgeräte mit einer sogenannten „Vierra Cast“-Funktion vor, die über einen integrierten Breitband-Internetzugang auf Youtube-Videos, Picasa-Fotoalben und andere Informationsdienste zurückgreifen konnten. Der japanische Elektronikkonzern setzte dabei auf ein eigens zusammengestelltes Sortiment an Nachrichten und Dienstleistungen, für Navigation und Darstellung wurde ebenfalls eine eigene Bedienoberfläche geschaffen. Yahoo dagegen gab vergangenen Mittwoch in Zusammenarbeit mit Intel das „Widget Development Kit“ (WDK) frei, das es Programmierern, Geräteherstellern und Werbekunden ermöglicht, eigene Anwendungen zu entwickeln. Diese können dann von den Zuschauern aus Yahoos „Widget Gallery“ gratis oder gegen Gebühr auf den Fernseher heruntergeladen werden.

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Die Chancen für die Verschmelzung von TV und Internet scheinen gut zu stehen. Die Menschen wollten dauernd mit dem Web und ihren Bekannten vernetzt sein, auch wenn sie fernsehen, äußerte Analyst Ross Robin vom Marktforscher National Purchase Diary (NPD) Group gegenüber der Financial Times. „Wir gehen von einem beträchtlichen Wachstum beim Verkauf solcher Geräte aus“, so seine Prognose. Einen Wermutstropfen hat die Neuentwicklung allerdings doch: Aufgrund der unterschiedlichen Hardware-Konfigurationen der einzelnen Hersteller werden nicht alle TV-Widgets auf jedem Fernsehgerät laufen. Jeder Fernseher besitzt nur Zugriff auf einen eigenen Widget-Pool, es liegt in der Hand der Geräte-Hersteller, welche Dienste sie anbieten. So ist das Youtube-Widget bis jetzt lediglich auf den Samsung-Modellen zu finden, LG und Sony dagegen bieten nur Zugang zum Yahoo-eigenen Videoangebot.

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Jan Holubek, 12. Januar 2009

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Quellen:

heise.de (1)

heise.de (2)

heise.de (3)

ftd.de

yahoo.de

welt.de

golem.de

samsung.de (Pressemitteilung als zip-Archiv)




Bücherläden sind für Bertelsmann nicht mehr interessant (Philipp Dude)
Januar 12, 2009, 18:54
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Bücherläden sind für Bertelsmann nicht mehr interessant


Der Büchermarkt ist im Wandel. Auch die großen Unternehmen wie Bertelsmann müssen für die Zukunft umstrukturieren. Deswegen verkaufte das Unternehmen letztes Jahr die ersten Buchläden.

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Bertelsmann AG verkauft seine Buchläden. Damit beendet das Unternehmen ein langes Kapitel in der über 170 jährigen Firmengeschichte. Begonnen hatte die Ära Bertelsmann, als Carl Bertelsmann am 1. Juli 1835 den Bertelsmann Verlag gründete. Damit entwickelte sich der Verlag erfolgreich und wuchs so in den folgenden Jahren zu einem großen Medienunternehmen. Doch jetzt scheint es ein neues Kapitel in der Geschichte zu geben.

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Die Medien sind im Wandel und auch der Büchermarkt entwickelt sich. In den letzten Jahren ist deshalb ein starker Rückgang in der Branche zu beobachten. Neue Entwicklungen und die vereinfachte Technik verdrängen nach und nach das klassische Buch. E – Books und kostenlose Internetbücher lenken das Interesse der Leser ab. Buchhandlungen und Verlage müssen in den nächsten Jahren um das Überleben kämpfen.

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Bertelsmann reagierte auf die Entwicklung und verkaufte schon letztes Jahr den nordamerikanischen Buchclub der Direct Group an den Privatinvestor Najafi Companies aus Phoenix, Arizona. Grund sei der Rückgang der Mitgliederzahlen in den Buchclubs. Laut Hartmut Ostrowski, Vorsitzender der Bertelsmann AG, dürfen Geschäfte, die nicht aus ihrer schwachen Position heraus kommen und wiederholt ihre Ziele verfehlen, das Unternehmen nicht länger belasten.

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Es bleibt aber offen, ob 2009 weitere Geschäfte verkauft werden sollen. Bis zum Sommer soll aber Klarheit über die Zukunft einzelner Geschäfte in Europa und in anderen Teilen der Erde herrschen. Fakt ist, der Buchhandel wird auch in den nächsten Jahren ein Geschäft sein, was langsam schrumpft.

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Philipp Dude, 10 Januar 2009

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Quellen:

buchreport.de

reuter.com

spiegel.de

bertelsmann.de



Guter Journalismus bald nur noch Rarität (Jennifer Eder)
Januar 12, 2009, 18:40
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Guter Journalismus bald nur noch Rarität

Immer mehr automatische Nachrichtenangebote erobern das Internet und verdrängen den klassischen Journalismus. Man konkurriert als Redakteur mit Algorithmen und Onlinebetrieben um Leserschaft. Werden wir unsere allmorgendlichen Nachrichten aus der Zeitung jetzt über den Laptop beim Frühstück erhalten?

„Es war die beste Zeit und zugleich die schlimmste. Im Jahre 2015 haben die Menschen Zugang zu einem früher nie für möglich gehalten Umfang an Informationen. Jeder trägt irgendwie dazu bei eine lebendige Medienlandschaft zu kreieren. Die herkömmliche Presse jedoch existiert nicht mehr, das Glück des vierten Standes ist verblasst.“ So beginnt der Kurzfilm „EPIC 2014“, welcher einen düsteren Zukunftseinblick auf das Jahr 2015 geben soll. Der von den beiden amerikanischen Journalisten Robin Sloan und Matt Thompson produzierte Achtminüter löste weltweit heftige Diskussionen über die weitere Zukunft des klassischen Journalismus aus. Beginnend mit einer Art Zeitraffer über die Erfolge von Google, Amazon, Friendster sowie Blogs versucht „Epic 2014“ eine realistisch wirkende Weiterfolge dieser Unternehmen aufzuzeigen. Eine der Vorhersagen meint, dass Amazon und Google sich zu Googlezon vereinigen werden, um ihre Informationen zusammen für: „….Totale Anpassung des Content und der Werbung an die Kundenwünsche.“ Der Film ist zwar nur eine Art negative Zukunftsvision, welche vor den Entwicklungen des Journalismus warnen will, jedoch sind die automatisch vom Computer aufgezeigten Nachrichtenangebote längst schon vorhanden.

Nachrichtendienste wie GoogleNews besitzen schon gar keine Redaktion und lassen durch sogenannte Crawler alle Nachrichten im Internet heraussuchen. Die Algorithmen sortieren dann Aktualität, Glaubwürdigkeit und unterscheiden sogar ähnlich bedeutende Artikel völlig selbständig. Genauso wie es der erstmals 2004 veröffentlichte Kurzfilm schon vorhersagte. Ein neuer Dienst von Yahoo bietet sogar die Möglichkeit durch geschickte Stichwort-Suche den geschlossenen Inhalt von kostenpflichtigen Tageszeitungen im Netz zu durchsuchen.

Dies alles führt zu qualitativschlechterem Journalismus und auch die harte Recherchearbeit wird zu Nichte gemacht. Es gibt keine Unterscheidungen mehr zwischen dem guten qualifizierten Journalismus und dem, von vielen als negativ bezeichnetem, Bürgerjournalismus. Somit ist der Nachrichtenticker nicht mehr als reines Material zur Aufbereitung gedacht sondern dient jedem der sich mit RSS-Readern auskennt als Möglichkeit der eigenen Nachrichtenschreiberei. Blogs bieten den Usern die Möglichkeit sich über Landesgrenzen hinweg ihre Nachrichten zu verbreiten und bietet so die Möglichkeit durch Suchmaschinen noch lange im Netz vertreten zu sein. Das können Zeitungen nicht offerieren.

Feststeht, dass die Originalartikel der Zeitungen meistens nur noch einen schwindend kleinen Anteil am Journalismus im Printbereich und im Netz haben und somit immer mehr verdrängt werden. Was wichtig ist und was nicht wichtig ist entscheidet letzen Endes der Leser bzw. heutige Blogger.

Jennifer Eder, 11. Januar 2009

Quellen:

stern.de (1)
stern.de (2)
focus.de
mediale-aufmerksamkeit.de
tagesschau.de
sueddeutsche.de
faz.de
zeit.de