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Internet killed the Television-Star? (Felix Donath)
Januar 13, 2009, 11:25
Gespeichert unter: Alles, Hintergrundbericht

Internet killed the Television-Star?

In den USA sind Breitbandprogramme der Fernsehanstalten schon längst Standard. Auch in Deutschland zeichnen sich Entwicklungen hin zu einer Verbreitung des Fernsehens über neue Kanäle ab. Angefangen beim IPTV der Telekom bis hin zu Internet-Plattformen mit Senderbeteiligung wie Clipfish, Maxdome oder MyVideo. Jenseits von Kabel, Satellit und Antenne gibt es eine Vielzahl von Programmangeboten.

Im März 2008 ging Hulu.com offiziell „onAir“ – ein legales, kostenloses Fernsehangebot im Netz. Gezeigt werden mehr als 250 TV-Shows und 100 Filme, von Fox, NBC und Universal. Und stetig kommen neue Partner hinzu. Finanziert wird das alles über Werbeunterbrechungen, die bisher noch deutlich kürzer sind als im US-Fernsehen.

Wir Europäer haben davon allerdings nicht viel – die Website bzw. der Stream ist für uns blockiert. Es hat sich also kaum etwas geändert: In den USA verlagert sich das Fernsehen zunehmend ins Web, in Deutschland passiert bislang nur sehr wenig. Doch warum ist es hierzulande so schwierig? Hulu.com zeigt doch, dass es funktionieren kann.

Das Konzept geht auf. Anfänglich lagen die Lizenzrechte für die Inhalte bei den Hulu-Betreibern NBC Universal und News Corp. Inzwischen ist Hulu aber so populär, dass auch andere Networks Inhalte zur Verfügung stellen. Rund 50 TV-Stationen sind mittlerweile vertreten.

In Deutschland sieht die Sache allerdings etwas anders aus. Zwar bieten T-Online oder Maxdome Filme über das Internet an, teilweise auch in HD-Auflösung, aber sie lassen sich das Ganze gut bezahlen – da ist die Videothek um die Ecke meist billiger. Kostenpflichtig sind sowohl Archiv- als auch „Vorab-Videos“, die Einzelfolge „CSI: New York“ kostet bei RTLnow 1,99 Euro. Ausschließlich kostenlose Inhalte findet man bisher nur in der ARD- und ZDF-Mediathek. Angeboten werden vor allem Eigenproduktionen. Nur dürfte beispielsweise der „Tatort“ für die meisten Web-Nutzer weniger attraktiv sein als eine populäre US-Serie, wie „CSI: New York“.

Auch Privatsender wie ProSieben, RTL oder Vox bieten über ihre Web- Seiten kostenlos Folgen von Eigen- und Fremdproduktionen an. Sie versuchen das Internet gezielt zu nutzen, indem z.B. verpasste Sendungen nachgeholt werden können. Außerdem werden solche Plattformen für Promo-Zwecke genutzt, indem Erstausstrahlung im Internet gezeigt werden und so als Appetizer für den kommerziellen Teil des Angebots dienen.

Ein bisschen Bewegung zeigt sich also schon in Deutschland, doch wirkliche Hits sind das nicht. Das liegt wohl daran, dass Filme „on demand“ noch am Ende der Verwertungskette stehen. Ein Film wird erst im Stream gezeigt, wenn er schon alles Geld eingespielt hat.

Die TV-Landschaft bemüht sich zwar neue Möglichkeiten im Internet zu finden, dennoch ist klar: bis jetzt hat sich noch keine klare Vorgehensweise der Medienunternehmen herausgebildet. Auch wenn sich CNN-Manager David Payne im SPIEGEL ONLINE-Interview sicher ist: „Fernsehen wird nicht verschwinden; es wird eine Zusammenführung von Inhalten geben“, wird der TV-Werbemarkt schrumpfen und der Zuschauer wird seinen TV-Konsum ins Netz verlagern.

Felix Donath, 11. Januar 2009

Quellen:
spiegel.de
meetinx.de
focus.de


1 Kommentar bis jetzt
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Teile des Angebots von http://www.hulu.com können seit Ende der Woche auch in Deutschland genutzt werden, insbesondere auch neue Folgen von US-TV-Serien wie „30 Rock“, „The biggest Loser“ etc. Eine genaue Übersicht gibt’s unter http://www.popkulturjunkie.de/wp/?p=4070

Kommentar von Horst Müller




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